5 Jun 2018

Mobile Payment: Zahlen per Handy-Rechnung

Einfach und sicher Bezahlen via Handy-Rechnung oder Prepaid-Guthaben.

Mobile Payment / Bezahlen über die Mobilfunkabrechnung

Mittels der mobilen Bezahlmethode namensCarrier Billing“ können Konsumenten online digitale Güter, Produkte, Dienstleistungen, Services und Inhalte via Ihren mobilen Geräten (Mobiletelefon, Tablets, PCs oder Smart TVs) bezahlen.
Diese Zahlungsoption kommt oft als Alternative zur Kreditkarte, Sofortüberweisung oder PayPal für Kleinbeträge in Bereichen wie In-App-Käufen, Ticketing, im öffentlichen Nahverkehr, bei Online-Spielen, elektronischen Zeitungsartikeln, Download von Musik oder Video on Demand, um nur einige Beispiele zu nennen, zum Einsatz. Der fällige Betrag wird entweder auf die Mobilfunk-Rechnung gesetzt oder von einem im Voraus bezahltem „Prepaid“-Guthaben abgezogen.
Mittlerweile ist Carrier Billing etwa die Top 3 Zahlmethode auf Facebook und aus dem Bereich Mobile Payment nicht mehr wegzudenken!

Vorteile dieser Bezahlmethode:

  • Schneller und bequemer Bezahlvorgang
  • Datenschutzfreundlich
  • Keine Registrierung notwendig
  • Keine Weitergabe von sensiblen Daten (wie Kreditkartennummer oder Kontodetails)
  • Verfügbar (In Deutschland haben zum Beispiel lediglich 52% aller Erwachsenen eine Kreditkarte, jedoch liegt die Handy-Rate bei 125%.) 

Mobile Payment mit DIMOCO

Die Bezahlmethode ist ein Kreis, gebildet von einem User, sprich dem Konsumenten, einem Dienst-Anbieter, einem Zahlungsinstitut und einem Mobilfunk-Anbieter.

Der Dienst-Anbieter

Ein Dienst-Anbieter ist – wie der Name schon sagt – der tatsächliche Anbieter des Dienstes oder des Service und unterliegt zum in Deutschland dem Telemedien-Gesetz, in Österreich dem E-Commerce-Gesetz und in der Schweiz dem Bundesgesetz über annerkannte elektronische Identifizierungseinheiten. Für die optimale Funktion und Abrechnung des Service ist der Dienstanbieter selbst verantwortlich. Viele internationale Unternehmen, wie zum Beispiel Apple, Facebook, Spotify oder Netflix, agieren als Dienst-Anbieter und bieten Carrier Billing als Abrechnungsmodalität an.

Das Zahlungsinstitut DIMOCO

Die DIMOCO Europe GmbH ist ein lizensiertes Zahlungsinstitut und wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht beaufsichtigt. DIMOCO fungiert dabei als zwischengeschaltete Stelle zwischen Konsument und Dienst-Anbieter und wickelt Zahlungsvorgänge über ein Telekommunikations-, Digital- oder IT-Gerät ab. Selbst produziert oder bietet DIMOCO keine physischen Güter, digitale Produkte oder Dienste an, sprich ist somit selbst kein Dienst-Anbieter für User.

Sodass Dienst-Anbieter ihre Dienste und Services Usern über deren Netzbetreiber anbieten können, bietet DIMOCO einen technischen „Knotenpunkt“ (Mobile Transaction Hub) an, um Bezahlen mittels „Carrier Billing“ möglich zu machen.

Die Rolle des Mobilfunk-Anbieters

DIMOCO hat einen Vertrag sowohl mit dem Dienst-Anbieter, also auch dem Mobilfunk-Anbieter, auch Netzbetreiber genannt. Das Zahlungsinstitut fungiert als Schnittstelle, die Zahlungsinformation wird von dem Dienst-Anbieter an den zuständigen Mobilfunk-Anbieter weitergeleitet, die Daten des Konsumenten liegen dabei DIMOCO nicht vor. Zu den Vertragspartnern der DIMOCO zählen unteranderem Vodafone, Telekom, O², Mobilcom-Direct, A1, T-Mobile, Drei, Swisscom, Sunrise oder Salt.

Wie funktioniert der Prozess?

Max Mustermann, ein Konsument, hat einen Postpaid Vertrag mit einem Mobilfunk-Anbieter, zum Beispiel Vodafone, abgeschlossen. Er bestellt nun ein Produkt bei einem     Dienst-Anbieter, etwa ein kostenpflichtiges eBook, um EUR 5,99.
Die Verrechnung der Bestellung von Herrn Mustermann wird nun über DIMOCOs technische Anbindung zu Vodafone übermittelt, diese wiederum übermittelt den Dienst an den Anschluss (an das Endgerät) von Herrn Mustermann.
Am Folgemonat erscheint, zusätzlich zur vertraglichen Grundgebühr, der Betrag von EUR 5,99 auf Herrn Mustermanns monatlicher Rechnung.

Bei einem Prepaid-Vertrag muss genügend Guthaben verfügbar sein, um den Dienst abdecken zu können. In diesem Fall mindestens EUR 6, ansonsten ist die Bestellung des Dienstes nicht möglich.

Wenn ein Dienst-Anbieter den fälligen Betrag über die Mobilfunkrechnung des Konsumenten einziehen möchte, so kann dies nur unter Beteiligung des vertraglichen Netzbetreibers erfolgen, da dieser die Telefonrechnung erstellt und die Rechnungsanschrift des Konsumenten automatisch übernommen wird. DIMOCO liegen diese Daten nicht vor.

Die Bezahlung der Produkte kann über Mobiltelefon, Tablet, PC oder SmartTV erfolgen. Dazu wählt man die Option „Zahlen per Mobilfunkrechnung“ (in Österreich oder Deutschland) oder „Bezahlen über die Natelrechnung“ (in der Schweiz) und somit wird der Dienst oder das Produkt über die Mobilfunkabrechnung mit der nächsten Rechnung beglichen.

Zwei Beispiele wie es funktionieren kann:

  • Via mobilem Internet: der Kauf wird per Klick übers Handy, Tablet oder SmartTV bestätigt.
  • Via stationärem Internet: Der User gibt seine Mobilfunknummer selbst auf der Website ein und erhält anschließend eine SMS mit einem TAN, die als Zahlungsbestätigung auf der Website eingegeben wird.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Modellen:  

Einmalkäufe / One-Off-Dienste:
Ein Konsument nimmt einen einmaligen Dienst in Anspruch. Nach Bestätigung des Kaufs wird der fällige Betrag einmalig abgebucht. Es ist daher keine Kündigung notwendig, sollte man den Dienst nicht weiter in Anspruch nehmen.
Ein Chatservice wird ebenfalls als Einmalkauf abgerechnet.

Abonnementdienste / Abo-Dienst:
Dieser wird durch den Konsumenten aktiviert und bis auf Kündigung in Anspruch genommen, kann jedoch jederzeit gestoppt werden. Mehr Information über die Konditionen erhält man auf der Website des Dienst-Anbieters und/oder per Kurznachricht auf sein Mobiltelefon.

Warum ist DIMOCO auf der Mobilfunkrechnung angeführt?

Ob Abonnementdienst oder Einmalkauf, in beiden Fällen geht der Konsument einen Vertrag lediglich mit dem Dienst-Anbieter ein. In manchen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, wird das Zahlungsunternehmen (und nicht der Dienst-Anbieter) auf der Mobilfunkrechnung als Rechnungssteller angeführt, da DIMOCO eine vertraglich festgelegte technische Anbindung zu den Netzbetreibern und der Dienst über unsere technische Infrastruktur bestellt und ausgeliefert wurde. 

Call Center für Verbraucher-Anfragen

Konsumenten können sich bei Fragen an das MPSC – Mobile Payments Service Center wenden.
Das Call Center hat sich auf die professionelle Abwicklung von Verbraucher-Anfragen zu mobilen Bezahldiensten spezialisiert und kann den Sachverhalt mit dem zuständigen Dienst-Anbieter klären, sofern dieser das MPSC nutzt.
Daher sind die Kontaktdaten des MPSC auf Mobilfunkabrechnung der Konsumenten, in der Willkommens-Nachricht beim Dienstabschluss oder auch auf der Webseite des Dienstes angegeben.

Wichtig: die betroffene Rufnummer muss bei der Kontaktaufnahme angegeben werden, da diese für die Überprüfung der Anfrage nötig ist. Das MPSC kontaktiert darauf den Dienst-Anbieter, holt die nötigen Informationen ein und kann auch auf Wunsch Abonnementdienste beendigen.
Das Call Center steht Konsumenten kostenlos zur Verfügung.

MPSC Self Care-Portal:
Nachdem sich Konsumenten mittels ihrer betroffenen Rufnummer eingeloggt haben, können diese über das Portal www.mobileinfo.cc ihre Abos selbst verwalten und Details zu ihren Buchungen einsehen, aber auch die MPSC direkt für weitere Fragen kontaktieren.

Praxisbeispiel

DIMOCOs Tochterfirma TAF mobile GmbH bietet mit der mobilen Smartphone Applikation easy.GO ein erfolgreiches Modul im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für Reisen mit Bus, Bahn und Straßenbahn an, und wurde vom deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur als Gewinner von “WE DO DIGITAL 2017” in der Kategorie “Transport und Logistik” ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu DIMOCO:

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Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen unter consumerservice@dimoco.eu zur Verfügung!

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Press contact

Charlotte Newby
Head of Corporate Communications

Tel. +43 1 33 66 88-2059
Email: c.newby@dimoco.eu
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